In allem Gott

Michael Bracht

Guiseppe Arcimboldo ist berühmt für diese Art von Bildern. Mit viel Phantasie setzt er hier Gemüse und Obst zu einem Portrait zusammen, dem Portrait seines Kaisers (und „Brötchengebers) in der Gestalt einer römischen Gottheit.

Das war zu seiner Zeit atemberaubend neu und ist auch heute noch ein Hingucker, bei dem man stehen bleiben und ins Nachdenken kommen kann.

Gott der ErnteFür mich ist das Bild Arcimboldos eine Anregung, ganz neu auf Spurensuche zu gehen und zu schauen, wo ich die Spuren Gottes in der Natur entdecken kann.

Vielleicht muss ich erst viele Details zusammentragen, bis die Schöpfung Gottes für mich wieder ein stimmiges Ganzes ergibt, wie auf dem Bild Arcimboldos. Aber fürs erste genüge ich mich mit einer kleinen Butterblume am Wegesrand und freue mich an ihrer Schlichtheit und Schönheit und danke Gott, ihrem Schöpfer, dafür.

Ich bin mir sicher: Wenn wir uns einmal die Zeit nehmen und an die vielen einzelnen und vielleicht auch kleinen Dinge und Erlebnisse denken, für die wir Gott dankbar sein können, dann können wir dadurch einen neuen, anderen Blick für unser Leben insgesamt bekommen und Gottes Wirken darin entdecken.

Herzlich grüßt alle Leserinnen und Leser,
Ihr Michael Bracht, P.



Gemälde: Giuseppe Arcimboldo, Kaiser Rudolf als Vertumnus, der herbstliche Gott der Ernte, 1590/91